Wozu ist Terra Preta geeignet

Mitte des 16. Jahrhunderts befuhr der spanische Conquistador Francisco de Orellana den Amazonas, um das von Legenden umworbene Plätzchen „El Dorado“ zu suchen. Später stellte sich heraus, dass es sich hierbei nicht um ein kleines, sondern vielmehr riesiges Areal handelte, das von Millionen Indios besiedelt war. Dies konnten spätere Nachforschungen nicht belegen und so glaubte man lange Zeit, Orellana hätte gelogen.

Heute weiß man dies mit Fakten zu beweisen. Der eigentliche Grund, wieso eine derart zahlreiche indigene Bevölkerung in diesem von Regenwald durchzogenen Gebiet leben konnte, liegt an der Terra Preta. Das Wissen um die Herstellung dieser Schwarzerde ging mit der Ausrottung der Indios verloren, sodass man bis ins späte 20. Jahrhundert nichts mehr von ihr gehört hatte.

Komposthaufen

Die Ureinwohner nutzten bereits die Kraft dieser Bio Erde, um den nährstoffarmen Boden des Regenwaldes nicht verwenden zu müssen. Bei Nachforschungen um die Jahrtausendwende konnten Forscher am Amazonasufer meterhohe Humusschichten freilegen, die mit Holzkohle, Exkrementen und Bioabfällen entwickelt wurden. In riesigen Tongefäßen entwickelten die Ureinwohner bereits den sehr begehrten Dauerhumus, indem sie Siedlungsabfälle zu fruchtbarer Erde verwandelten. Dies wurde sehr einfach durchgeführt: Die Abfälle wurden in ein dicht abgeschlossenes Gefäß gefüllt, um die Milchsäurefermentierung zu beschleunigen. Diese Milchsäurebakterien kennen Stadtmenschen wohl vom Sauerkraut. Der gleiche Prozess wie bei einer Nahrungskonservierung wird hier zur Anwendung gebracht.

Wassertropfen auf Gras

Die Terra Preta hat sehr viele Eigenschaften. Sie kann Kunstdünger, Pestizide und Gentechnik erfolgreich ersetzen und dadurch einen wichtigen Teil zum Umweltschutz und zum Aufbau eines gesunden Lebensumfeldes beitragen. Das Spezielle an den Bestandteilen von Terra Preta, welche auch von Multikraft.com weitergegeben werden ist, dass sie die Böden nicht auslaugen. Denn Schwarzerde-Böden erschöpfen oder laugen nicht aus – sie können sogar nachwachsen. Außerdem halten sie das Wasser besser als herkömmliche Böden, waschen Nährstoffe nicht heraus und durchlüften den Boden leichter. Darauf gedeihen Obst und Gemüse einfacher und effizienter!

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